Wir über uns

Die Wurzeln der Marianistischen Laiengruppen
 
Der Gründer der Marianistischen Familie heißt P. Wilhelm Josef Chaminade.
Er war Priester in Bordeaux in Frankreich während der schwierigen Zeit der Französischen Revolution. Sehr oft musste er seine Dienste als Seelsorger im Untergrund und geheim verrichten. Da die Situation der Kirche und der Priester in Frankreich immer schlimmer wurde, musste er im September 1797 nach Spanien ins Exil. Drei Jahre verbrachte er in Saragossa und betete viel vor dem Marienheiligtum „Unsere Liebe Frau von der Säule“.
Im Jahr 1800 kehrte P. Chaminade nach Bordeaux zurück. Natürlich hatte die Französische Revolution ihre Spuren hinterlassen. Die große Masse hatte sich der christlichen Religion entfremdet. Glaube und Kirche waren für viele kein Thema mehr.
P. Chaminade hatte eine Vision, die es umzusetzen galt.
Er spürte den Auftrag und seine Sendung, religiöse Gemeinschaften zu bilden, wo der Glaube wieder Wurzeln schlagen konnte. Er wollte als „Apostolischer Missionar“ bei den Menschen sein, sie auf den richtigen Weg führen und sie begleiten.
So kam es zur Gründung der Marianistischen Familie, die aus vier verschiedenen Zweigen besteht.
Im Dezember 1800 begann er mit dem ersten Zweig, den Marianistischen Apostolatsgruppen, die aus Laien bestehen und sich in der Magdalene-Kirche versammelten.
 
Heute gibt es davon weltweit ca. 8000 Mitglieder.
Der Zweig der Laien ist seit dem 2. Vatikanum wieder stärker geworden und hat seit dem ersten Internationalen Treffen in Chile 1993 eine eigene weltweite Organisation.
Seit 25. März 2000 gehört die MAG zu den kirchlich anerkannten Laienbewegungen.
 
 
 
Feier eines Gottesdienstes der Verantwortlichen und Delegierten der MAG beim internationales Treffen 2005 in der Magdalenen-Kirche, Bordeaux, wo P. Chaminade die MAG gegründet hat
 
 
Seit 1814 gibt den Zweig der Alliance Mariale. Wer dazu gehören möchte, legt die Gelübde ab, lebt aber nicht in einer Ordensgemeinschaft.
1816 kam es zur Gründung des Zweiges der Marianistenschwestern.
1817 wurde der Zweig der Marianisten ins Leben gerufen.
 
Diese vier Zweige der Marianistischen Familie finden ihre Einheit in ihrer gemeinsamen Bereitschaft, die Marianistische Spiritualität zu leben und weiterzutragen. P. Chaminade sagte einmal: „Das Familienmerkmal unterscheidet uns von anderen Orden.“ Die Zusammengehörigkeit aller Berufsschichten, Stände und Alter war ihm von Anfang an wichtig. Schwestern Brüder, Priester und Laien wirken zusammen.
Diese weltumspannende Marianistische Familie wirkt in über 30 Ländern aller Kontinente und umfasst über 10.000 Mitglieder.
 
Ein Marianist sagte beim ersten Welttreffen der Marianistischen Laiengruppen:
MIT euch sind wir Marianisten.
FÜR euch sind wir Ordensleute.
GEMEINSAM sind wir Marianistische Familie.
 
Marianistische Laiengruppen
 
 Die Laiengruppen heißen in der Region Österreich-Deutschland Marianistische
 Apostolatsgruppen - MAG: Diese drei Anfangsbuchstaben weisen auf die
 wichtigsten Eigenschaften hin:
 
 M – Maria: Wir befassen uns mit der Spiritualität P. Chaminades. Maria spielt
 in unserem Glauben eine wichtige Rolle. Mit Maria zu Jesus gehen und Jesus
 ähnlich werden. Wir können und dürfen mit Maria unseren Lebensweg gehen,
 der Freude und Leid beinhaltet. Auch Maria hat in ihrem Leben beides kennengelernt, die Freude bei der Geburt ihres Kindes und das Leid beim Kreuzweg. Die Marienstatue „Notre Dame du Roc“ (siehe Bild) stellt dies in beeindruckender Weise dar.  
 
A – Apostolat: Wir sollen bereit sein, unser Leben zu teilen, unseren Glauben weiterzugeben und auch finanziell etwas beizutragen. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch der jährliche Solidaritätsbeitrag (1 Stundenlohn des jeweiligen Landes). Damit kann die weltweite Organisation bestehen und mit diesem Geld können MAG-Geschwister in ärmeren Ländern unterstützt werden.
 
G – Gemeinschaft: Gemeinschaft leben in der Gruppe und sich auch zugehörig wissen und fühlen zur weltweiten Marianistischen Familie.
Bei den Treffen werden wir im Glauben gestärkt, für das Apostolat ermutigt und mit Freude über die Gemeinschaft beschenkt.
 
Beginn der MAG in unserer Region
 
Am Weltgebetstag der Marianistischen Familie 1987 trat P. Alois Leitner SM an mich heran, mit einer Gruppe von sieben Personen, die öfter zu Seminaren auf den Greisinghof kamen, eine Marianistische Apostolatsgruppe zu beginnen. So entstand vor 25 Jahren die erste MAG - die MAG-Emmaus.
 
MAG-Emmaus, Wallfahrt nach Kaltenberg
 
Heute gibt es vier MAG-Gruppen:
   MAG-Agape in Fulda, Hessen
  MAG-Emmaus im Raum OÖ
  MAG-Greisinghof in Tragwein, OÖ
   MAG-Tabor in Wartberg / Krems, OÖ
 
Jede Gruppe hat einen eigenen Namen, den sie sich selbst gewählt hat. Die Gruppe hat eine Laienverantwortliche und einen Marianisten als geistlichen Begleiter.
 
Es ist wichtig, dass sich die verschiedenen MAG-Gruppen und die Marianisten treffen und Kontakt haben. Das „Marianistische Zentrum“ ist der Greisinghof. Wir feiern gemeinsam das Fest unseres Seligen P. Jakob Gapp am 13. August, den Weltgebetstag der Marianistischen Familie im Oktober und den Gedenktag unseres seligen Gründers am 22. Jänner.
 
Am Weltgebetstag im Oktober 2006 gründeten wir den Marianistischen Familienrat. Marianisten und Marianistische Laien treffen sich einmal im Jahr, um miteinander im Geist der Marianistischen Familie zu arbeiten, zu planen und zu beten.
 
 

 
Dabei besprechen und vertiefen wir gemeinsam die Hauptpunkte der Marianistischen Familie:
 
1. Die Spiritualität P. Chaminades immer besser kennenlernen.
Dafür treffen wir uns jedes Jahr im Jänner zu Besinnungstagen „Marianistisch leben“, die von Marianisten und Laien gestaltet werden.
 
2. Einander begegnen und Gemeinschaft erleben.
Ein Marianistischer Familientag am Samstag nach Pfingsten bietet eine gute Möglichkeit, Familie sein, einen Ausflug genießen, Zeit für Gespräche haben, Gottesdienst feiern.
 
3. Sich für eine gemeinsame Mission, für ein konkretes soziales Projekt einsetzen.

    

Im Sommer 2009 fuhren Marianisten und MAG-Mitglieder nach Albanien in eine kleine Kommunität der Marianisten. Die Mitbrüder zeigten uns vor Ort, wo wir helfen können. Sie betreiben eine hauseigene Druckerei, wo sie Schulbücher und religiöse Schriften herstellen. Ihr besonderer Einsatz gilt Roma-Kindern und deren Familien. Sie bekommen Hilfe, Begleitung und Unterstützung, dass den Kindern eine Schulbildung ermöglicht wird. So kommen sie vom Betteldasein weg.
Unsere Marianistische Familie erklärte sich bereit, einer ganzen Klasse den Schulbesuch zu finanzieren. Dafür wurde auch die Möglichkeit einer Schülerpatenschaft ins Leben gerufen.

Ein gemeinsames Projekt war schon vor einigen Jahren unser Einsatz und unsere Hilfe für den Aufbau von MAG-Gruppen in Tschechien. Larry Cada, ein Marianist aus den U.S.A. lebte in Prag und versuchte dort MAG-Gruppen zu gründen. Fünf Jahre lang begleiteten und unterstützen wir Larry bei dieser sehr schwierigen Aufgabe. Wir hatten Treffen in Prag oder hier in Österreich. Leider war die Mühe erfolglos und Larry ist wieder in die U.S.A. zurückgekehrt. 
 
 
                                                 
                                                                 Helga Zerbes
                                                           MAG-Verantwortliche
                                                                  Hiersdorf 41
                                                           4552 Wartberg/Krems
                                                                    Österreich

 

  

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